Pressebericht: Wer klare Regeln hat, braucht keinen Populismus mit Stephan Thomae (MdB)

Veranstaltung mit Thomae

Freising – Zahlreich kamen Interessierte zur Veranstaltung der FDP Freising unter dem Motto „Wer klare Regeln hat, braucht keinen Populismus“ mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der FDP im deutschen Bundestag im Hofbrauhauskeller in Freising. Thomae referierte vor allem über die liberale Lösung wie man Migration und Flüchtlingsschutz gestalten kann. „Das Problem in Deutschland ist, dass wir momentan nur eine Möglichkeit haben, mit der Menschen nach Deutschland kommen können und das ist das Asylrecht. Wir brauchen aber ein notwendiges Maß an klaren Regeln, die in der Vergangenheit vor allem von der Union verschlafen wurden.“, so Thomae. Danach stellte er das liberale „Türen-Konzept“ vor: „Für Menschen die hierherkommen wollen, brauchen wir praktisch drei mögliche Türen, welche sich öffnen können. Hier ist zum einen das bestehende Asylrecht, das als zweites durch einen gesetzlich festgelegten Status für Kriegsflüchtlinge nach der Genfer Flüchtlingskonvention ergänzt werden muss. Zum dritten brauchen wir endlich ein echtes Einwanderungsgesetz, die sogenannte „Chancenkarte“, für die sich Menschen bereits in den Ursprungsländern bewerben können. Nur so können wir gerade auch auf dem Mittelmeer das Sterben verhindern.“ Die vierte Tür ist die konsequente Ausweisung, falls kein Anspruch auf einen Aufenthalt besteht. Thomae betonte aber auch, dass wir unsere europäischen Außengrenzen besser sichern müssen: „Das ist eine originär europäische Aufgabe, die von allen europäischen Staaten gemeinsam unternommen werden muss. Zudem müssen wir die Fluchtursachen bekämpfen. Dafür brauchen wir neben der klassischen Entwicklungshilfe auch rechtliche Entwicklungshilfe, da vor allem ein Rechtsstaat die Unsicherheit, welche eine zentrale Fluchtursache ist, verhindert.“

Der Landtagskandidat der FDP, Dr. Jens Barschdorf ergänzte die Ausführungen: „Wir müssen zudem auch dafür sorgen, dass Abschiebungen nicht immer die Personen treffen, die schon gut hier integriert sind. Dafür brauchen wir den Spurwechsel hin zur Einwanderung, wenn ein (Kriegs-)Flüchtling hier eine Ausbildung gemacht hat und auf eigenen Füßen steht. Es muss aber auch klar sein, dass Menschen, die keinen Anspruch haben, hier zu bleiben, auch abgeschoben werden können. Deshalb finde ich es so bedauerlich, dass die Grünen die eindeutig sicheren Herkunftsländer in Nordafrika, Tunesien, Marokko und Algerien verhindern.“

Der Bezirkstagskandidat Franz Josef Bachhuber forderte: „Wir brauchen zudem auch endlich einen verstärkten Einsatz für Integration, die sowohl ein Geben als auch ein Nehmen ist.“

Listenkandidat und Kreisvorsitzender Dr. Martin Alberti beendete die Veranstaltung mit den Worten: „Die Ausführungen des Abends haben verdeutlicht, dass es für komplexe Sachverhalte wie Asyl, Flucht und Migration keine einfache und populistische Antwort gibt. Europa braucht differenzierte und realistische Lösungsansätze. Wir Liberale haben hier ein durchdachtes Konzept anzubieten, das nicht nur auf die aktuellen Bedürfnisse reagiert, sondern auch für die Zukunft ausgestaltet ist.“