Archiv für die Kategorie „Freising“

Der parlamentarische Staatssekretär des Bundesjustizministeriums Dr. Max Stadler spricht sich bei seinem Besuch in Freising deutlich gegen eine weitere Verschärfung des Waffenrechts aus. Kaum eine Chance sieht die FDP für eine allgemein Liberalisierung des Waffenrechts. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Sportschützen im internationalen Sport zu sichern, zeigt sich Dr. Stadler hinsichtlich einer Herabsetzung des Alters für Jugendliche im Sport gesprächsbereit.

Am Mittwoch den 2. Mai 2012 lud der FDP Kreisverband Freising zu einer Diskussionsveranstaltung zum Waffenrecht und aktuellen rechtspolitischen Themen ein. Mit über 70 Teilnehmern zählte die Diskussionsrunde zu einer der am besten besuchten FDP-Veranstaltungen in diesem Jahr. Als Referent stand Dr. Max Stadler zur Verfügung, der als parlamentarischer Staatssekretär im Justizministerium von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger seine weitreichenden Erfahrungen mit nach Freising brachte. Dr. Stadler leitete seine Ausführungen mit den beiden tragischen Ereignissen, den Anschlägen in Erfurt und Winnenden, ein. Die beiden Anschläge hatten einen unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung des deutschen Waffenrechts. Dr. Stadler zeigte detailliert die Änderungen und Verschärfungen im Waffenrecht auf und kommentierte die politische Entscheidungsfindung durch den Gesetzgeber. Weiter führte Dr. Stadler aus, dass neben der Gesetzgebung auch die Umsetzung und Überwachung der Vorschriften auf Landes-und Kommunalebene entscheidend beitrage, um die Bevölkerung wirkungsvoll vor einem unsachgemäßen Umgang mit Waffen zu schützen: „Wir müssen den zuständigen Stellen Mittel und Wege an die Hand geben, um die Vorschriften auch effektiv umzusetzen. Dazu gehört auch eine ordentliche Ausbildung der zuständigen Sachbearbeiter“. Dr. Stadler ergänzt, dass das in Deutschland gültige Waffenrecht das strengste in Europa sei und die meisten Straftaten mit illegalen Waffen verübt würden. Als weiteren Aspekt griff Dr. Stadler die Bedeutung der Schützenvereine, aber auch der Jäger für das gesellschaftliche und sozial Zusammenleben vor allem in Bayern heraus. „Die Schützenvereine leisten hervorragende Jugendarbeit und bieten in vielen Gemeinden eine der zentralen Säulen für das soziale Miteinander. Nur weil vereinzelt Verrückte mit Waffen Straftaten begehen, darf man nicht die 99% der verantwortungsbewussten und gesetzestreuen Waffenbesitzer unter Generalverdacht stellen“, schloss Dr. Stadler seinen Vortrag. Kreisvorsitzender Dr. Martin Alberti griff diesen Ansatzpunkt auf und stütze die Aussage auf Zahlen vom Landratsamt, die belegten, dass bei Kontrollen zur ordnungsgemäßen Aufbewahrung von Waffen in Tresoren bei nur zirka einem Prozent geringfügige Mängel beanstandet wurden. Viele Beiträge der lebhaften und offenen Diskussion betonten die Tradition und Bedeutung der Schützenvereine und Jäger für das gesellschaftliche Zusammenleben und forderten die Politik auf, sich auch für die berechtigten Interessen der Waffenbesitzer einzusetzen. Insbesondere wurden Forderungen laut, über das Mindestalter beim Schießsport für Jugendliche nachzudenken. In den meisten Ländern dürfe der Schießsport deutlich früher ausgeübt werden und Deutschland könne sich im internationalen Wettbewerb kaum behaupten. Dr. Stadler zeigte sich in diesem Punkt gesprächsbereit, konnte den Waffenbesitzern allerdings keine Hoffnung hinsichtlich einer allgemeinen Liberalisierung des Waffenrechts machen: „Eine Vereinheitlichung und Vereinfachung des Waffenrechts scheitert vor allem an den anderen im Bundestag vertretenen Parteien. Ich kann Ihnen aber versichern, dass die FDP eine weitere Verschärfung des Waffenrechts nicht mittragen wird. Wir Liberale vertrauen den Bürgerinnen und Bürgern, wie dies dem liberalen Menschenbildentspricht. Wir wissen, dass dieses Vertrauen gerade bei den Waffenbesitzern berechtigt ist, die eine Vielzahl von Vorschriften einhalten und umfangreiche Nachweise erbringen müssen, um überhaupt erst eine Waffe für Ihren Sport erwerben zu dürfen.“ Bis spät in den Abend wurde leidenschaftlich über das Thema diskutiert, insbesondere über das gesellschaftliche Bild von Waffenbesitzern. Dr. Alberti stellte abschließend fest, dass „bei vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Unwissenheit unbegründet Ängste geschürt werden. Noch schärfere Gesetze leisten keinen Beitrag zur Verhinderung von Straftaten. Es ist dringend geboten das Thema in die Bevölkerung zu transportieren und sachlich und offen aufzuklären.“

Die nächste Chance zum Mitdiskutieren bietet sich am 6. Juni zum Thema Kommunalpolitik mit FDP Stadträtin Anna Maria Saalmüller.

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Der FDP-Kreisverband Freising lädt ganz herzlich ein zur

Diskussionsveranstaltung zum Waffenrecht

und aktuelle rechtspolitische Themen

am 2. Mai 2012 in Freising

mit Staatssekretär Dr. Max Stadler


Zeit: 19:00 Uhr

Ort: Sitzungssaal im Gasthaus zum Löwen, Landshuter Straße 66, 85356 Freising

Im Juli 2009 war eine Novellierung des Waffenrechts in Kraft getreten. Ziel war eine Stärkung der Inneren Sicherheit durch die Reglementierung des privaten Erwerbs und Besitzes von Waffen und die Bekämpfung des illegalen Waffenhandels und -besitzes.

In den letzten Monaten ist eine erneute gesellschaftliche und politische Diskussion entfacht, die eine weiterführende Einschränkung des Waffenbesitzes und -erwerbs vorsieht. Darin sehen sich viele private Waffenbesitzer/innen wie beispielsweite Jäger/innen, Sportschützen/innen und Waffensammler/innen in ihrer Freiheit zu stark beschnitten.

Die Diskussionsveranstaltung soll dazu dienen, Bürgerinnen und Bürgern Einblick in das geltende Waffenrecht und den Umgang mit Waffen zu geben. Als Ansprechpartner steht hierfür Dr. Max Stadler, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin der Justiz, zur Verfügung.

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FDP Gesundheitspolitischer Sprecher Dr. Bertermann berichtet in Freising über Pflegeneuordnung, ärztliche Versorgung, Neuordnung des Arzneimittelmarktes und Hygienegesetz

Freising – Am 4. April 2012 luden die Freisinger Liberalen wieder zur Freisinnigen Dialogplattform, ihrem regelmäßig stattfindenden Forum zum Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, ein. Referent war Dr. Otto Bertermann, Mitglied des Landtags und Gesundheitspolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, der zum Thema „Gesundheitspolitik – die FDP liefert?!“ referierte. In der anschließenden Diskussion wurden dann die verschiedenen Aspekte liberaler Gesundheitspolitik diskutiert. Dr. Bertermann, selbst praktizierender Mediziner, begann seinen Vortrag mit einer Übersicht über das Pflegeneuordnungsgesetz von Gesundheitsminister Bahr und betonte die vielen Vorzüge des Gesetzes. So würde der Betreuungsbedarf von Demenzkranken zum ersten Mal wirklich anerkannt. „Frau Ulla Schmidt hat sich als SPD Gesundheitsministerin nie um diese Menschen gekümmert, wir hingegen fördern den Einsatz der Menschen, die sich häufig um ihre Familienmitglieder mit großer Hingabe kümmern.“, so Dr. Bertermann. So würden nicht nur die Pflegesätze in allen Stufen deutlich angehoben, vielmehr ermögliche das Gesetz den Pflegenden auch wieder Zeit für sich selbst zu finden, um sich nicht selbst gänzlich an der Pflege zu verlieren. „Wir begrüßen es sehr, dass so viele Familien füreinander einstehen, und unterstützen deshalb auch durch die Erleichterung der Familienpflegezeit die Absicherung der Pflegenden.“, wie Dr. Bertermann weiter ausführte.

Nach diesem Ausblick auf das Pflegeneuordnungsgesetz betonte er die liberalen Erfolge in der klassischen Gesundheitspolitik. So stärkte die Bundesregierung durch Anreize die ärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Die Residenzpflicht von Ärzten wurde abgeschafft und durch das Versorgungsstrukturgesetz finanzielle Anreize für Landärzte gesetzt. In diesem Zusammenhang stellte Dr. Bertermann seinen Vorschlag vor, einen Teil der Überschüsse der Krankenkassen, den Hausärzten zukommen zu lassen, damit diese in eine noch bessere Versorgung investierten. „Dies ist ein Zeichen dafür, dass nur mit der FDP eine flächendeckende Versorgung ohne Planwirtschaft möglich ist.“, wie Dr. Bertermann betonte. Durch die Neuordnung des Arzneimittelmarktes sei es im Gesundheitssektor zum ersten Mal gelungen, die Markmacht der großen Pharmafirmen zu brechen. Sie müssten sich nun auf den Markt einlassen und könnten ihre Preise den Krankenkassen nicht mehr aufzwingen. „So ist es gelungen das unter Ulla Schmidt hoch verschuldete Gesundheitswesen ins Plus zu führen, ohne dass dabei Leistungen gekürzt worden sind. Das sind Erfolge liberaler Politik!“, führte Dr. Bertermann aus.

Auch in der Landespolitik habe man große Erfolge verzeichnet. Mit dem Hygienegesetz seien endlich Standards für Krankenhäuser und Praxen gesetzt, an denen sie sich orientieren müssen. „Nur so können so tragische Fälle, wie vor kurzem in der Frühchenstation in Bremen verhindert werden.“, betonte der Landtagsabgeordnete.

Dr. Bertermann endete seinen Vortrag mit den Worten: „Liberale Gesetze haben einen Politikwechsel in der Gesundheitspolitik bewirkt, auf den wir stolz sein können!“ In der anschließenden Diskussion betonte Stadträtin Anna?Maria Sahlmüller, die Bedeutung der ärztlichen Versorgung gerade im ländlichen Raum. „Auch wenn es in der Stadt Freising bislang kaum Probleme mit der ärztlichen Versorgung gibt, so freuen wir uns sehr darüber, dass unser Gesundheitsminister unser Gesundheitssystem für die Zukunft absichert. Deshalb muss es unser Ziel sein die Attraktivität für diejenigen zu steigern, die sich für den Pflegeberuf entscheiden. Wir sind davon überzeugt, dass liberale Politik gerade im Gesundheitssystem nah an den Bedürfnissen und Nöten der Menschen ist.“ Prävention von chronischen Krankheiten, aber auch von Sucht, war ein weiteres zentrales Thema der Diskussion. So betonte Jens Barschdorf, stellvertretender Kreisvorsitzender, die Notwendigkeit, die durch die Tendenz zur Ganztagsschule gegeben ist, dass Sportvereine und Schulen näher zusammenzubringen seien. „Sport und Bewegung ist die beste Möglichkeit, sich nach einem anstrengenden Tag zu erholen und gesundheitliche Probleme, wie chronisches Rückenleiden, vorzubeugen. Unsere Vereine leisten in dieser Hinsicht hervorragende Arbeit, weshalb es ihnen die Landesregierung erleichtern sollte in Kooperation mit den Schulen Sportunterricht anzubieten.“ Kreisvorsitzender Dr. Martin Alberti machte deutlich, dass liberale Gesundheitspolitik die Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung der Menschen stärken wolle. „Wir wollen nicht, dass der Staat den Menschen vorschreibt, wie Sie zu leben haben und was gut oder schlecht für sie ist. Der Staat soll, als seine vornehmste Aufgabe, die Menschen unterstützen, die in Not geraten sind oder die ihre Familienangehörigen betreuen. Ob dies aber in häuslicher Pflege oder in Heimen geschieht, soll und muss jedem selbst überlassen bleiben. Wir sorgen aber dafür, dass es für beide Entscheidungen die gleichen – auch finanziellen – Rahmenbedingungen gibt.“

Alle Teilnehmer/innen zeigten sich begeistert von der Diskussionsatmosphäre und den zahlreichen praktischen Beispielen, mit denen Dr. Bertermann seine Ausführungen bereicherte. „Eine solche Veranstaltung zeigt, dass liberale Politik nah am Menschen ist und dass die Probleme der Menschen angegangen werden, die von anderen bislang vernachlässigt wurden.“, wie ein Teilnehmer meinte. Die nächste Gelegenheit zur Diskussion bietet sich bereits in einem Monat, wenn Dr. Max Stadler, Staatssekretär im Bundesjustizministerium, die Freisinnige Dialogplattform besucht und über das Waffenrecht spricht.

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“Die Freisinger Liberalen haben in ihrer Vorstandssitzung am Dienstag einstimmig beschlossen Tobias Eschenbacher in der Stichwahl zum Oberbürgermeister zu unterstützen”, gab Stadträtin Anna Maria Sahlmüller bekannt. Stellvertretender Vorsitzender des FDP Ortsverbands Jens Barschdorf ist zuversichtlich, dass mit Tobias Eschenbacher “als zukünftigen OB gut und vertrauensvoll zusammen gearbeitet werden kann, um Projekte in Freising voranzubringen und Neues anzustoßen”. Vorstandsmitglied und Kreisvorsitzender der Liberalen Dr. Martin Alberti ergänzt, dass “Tobias Eschenbacher die verschiedenen Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahrnimmt und im Gegensatz zum lindgrünen und polarisierenden Herausforderer Sebastian Habermeyer zweifelfrei die bessere Wahl für die Zukunft Freisings” sei. Die Freisinger FDP geht davon aus, dass Tobias Eschenbacher als Oberbürgermeister eine zukunftsorientierte und realistische Politik für Freising gestalten wird. “Deshalb unterstützen wir sehr gerne den Kandidaten, der durch sein pragmatisches Denken und Handeln für eine gedeihliche Fortentwicklung in Freising steht”, wie Stadträtin Anna Maria Sahlmüller betonte.

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Der FDP Ortsverband Freising formulierte seine kommunalpolitischen Positionen und hofft auf eine gute Zusammenarbeit mit dem/der neu gewählten Oberbürgermeister/in.

Die Freisinger Liberalen haben auf einer Veranstaltung des FDP Kreisverbands Freising am 16. Februar 2012 ihre kommunalpolitischen Positionen für ihre Politik in der Stadt Freising vorgestellt und geben den/der Kandidaten/in zur Wahl des/der Oberbürgermeisters/in ihre Ansichten und Vorhaben für Freising mit auf den Weg.

Nach reiflicher Überlegung hatten wir bewusst darauf verzichtet, einen achten Kandidaten zur Wahl des Oberbürgermeisters aufzustellen. Das Amt des Oberbürgermeisters erfordert eine politisch erfahrene Persönlichkeit, die die verschiedenen Interessen der Bürgerinnen und Bürger wahrnimmt. Unsere Vorstellungen vom Miteinander sowie unsere Vorhaben in der Stadtpolitik stellen wir in unserem Programm vor.“ erklärt Anna-Maria Sahlmüller, Stadträtin der FDP. Stellvertretender Vorsitzender Jens Barschdorf fügt hinzu, dass „das Programm in einem kontinuierlichen Prozess fortentwickelt wird und die aktuelle Version auf der Homepage unter www.fdp-freising.de abrufbar“ sei. Das Programm umfasst Inhalte zu den Themen Stadtleben, Stadtentwicklung, Sozial- und Wirtschaftspolitik, die auch von vielen Nicht-Mitgliedern an den Ortsverband heran getragen wurden. Daher ist es „unser besonderes Anliegen, auch der Meinung dieser Mitbürgerinnen und -bürgern Gehör zu verschaffen“, betont Jens Barschdorf und weiter: „wir wollen vor allem den Dialog der Stadt mit den Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden, Vereinen und allen anderen Einrichtungen stärken und tragen mit diesem Programm dem Kommunikationsbedürfnis der Stadtbevölkerung Rechnung.“

Kreisvorsitzender Dr. Martin Alberti, der auch in Freising wohnt, erhofft sich vom neuen Oberbürgermeister, dass einige Themen konzentriert angepackt werden. Als Beispiele nannte er die Standortsuchen für die geplante Kletterhalle des Alpenvereins und das Hallenbad. Auch die Innenstadtkonzeption und die anstehende Renovierung des Asamgebäudes seien Themen, „die nur durch Vermittlung zwischen den Interessengruppen und unter Beteiligung auch der Bürgerinnen und Bürger gelöst werden“ können. Für einige dieser Projekte könne sich Dr. Alberti auch Bürgerentscheide gut vorstellen, um einen Beschluss zu erwirken. Abschließend merkte Stadträtin Sahlmüller an, dass es auch zur Demokratie gehöre, dass „man mal überstimmt wird und das zu respektieren hat.”

Hier kommen Sie zum Stadtpolitischen Programm der FDP Freising.

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Am sechsten Dezember informierten sich die Mitglieder der FDP in einer Diskussionsrunde der Jungen Liberalen Freising über den Mitgliederentscheid zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

(Freising) Die Liberalen haben die Wahl. Bis 13. Dezember können sich die Mitglieder der FDP entscheiden, ob sie den geplanten permanenten Euro-Rettungsschirm ESM mittragen wollen oder nicht. Dieser Mitgliederentscheid ist dabei der erste in der Geschichte der FDP, der von der Basis initiiert wurde. Die Mitglieder haben die Wahl zwischen zwei Anträgen. Neben dem Antrag einer Gruppe um den FDP-Finanzexperten Frank Schäffler, der den ESM in der geplanten Form ablehnt, legte auch die Bundesführung der FDP einen Gegenvorschlag vor, der sich für den Kurs der Bundesregierung ausspricht. Bei über 200 Veranstaltungen wurde bereits über die Inhalte, Umsetzung und mögliche Folgen der beiden Anträge diskutiert.

So informierten sich auch die Mitglieder der Freisinger FDP letzten Dienstag auf der Veranstaltung der Jungen Liberalen Freising über die beiden Anträge A und B. Mit Herrn Professor Zeitler und Dr. Daniel Volk konnte der Kreisvorsitzende der „JuLis“ Freising, Sebastian Grundstein, zwei namhafte Befürworter der beiden Anträge gewinnen.

Der Kreisvorsitzende der JuLis Freising, Sebastian Grundstein (1.v.l.), begrüßte zusammen mit Moderator Jens Barschdorf (4.v.l.) die beiden Diskutanten Prof. Dr. Christoph Zeitler (2.v.l.) und Dr. Daniel Volk (3.v.l).

Moderator Jens Barschdorf begrüßte als erstes Christoph Zeitler. Dieser ist Professor für Politikwissenschaft und Kreisvorsitzender der Landshuter FDP und befürwortet den Antrag A, der den geplanten Stabilitätsmechanismus ablehnt. Für ihn führt die Politik der Rettungsschirme eher zu einer Spaltung Europas als zu seiner Einigung. Durch die vorgesehenen Zwangsmaßnahmen für verschuldete Staaten und hohen Transferleistungen innerhalb der Euro-Staaten könne Unmut und Unfrieden bei den Bürgerinnen und Bürgern entstehen. Ein anderes Argument, das seiner Meinung gegen den ESM spricht, sei durch die Legitimation der Maßnahmen gegeben. So würden die nationalen Parlamente zu Gunsten der Regierungen entmachtet. Außerdem würde der ESM nicht ausreichen, wenn ein großes Land wie Italien oder Spanien in Not gerate. Weiterhin würden durch Zahlungen aus dem ESM Anreize zum Sparen und zur Haushaltskonsolidierung verdrängt werden.

Der andere Diskutant, Dr. Daniel Volk, stützt als Bundestagsabgeordneter und Obmann für die FDP-Bundestagsfraktion im Finanzausschuss dagegen den Kurs der Bundesregierung. Für ihn atmet der Antrag B europäischen Geist. Er stellte die Erfolge der Europäischen Union heraus und sieht im ESM das richtige Instrument, um den Gefahren für die Stabilität der gemeinsamen Währung und der Eurozone insgesamt noch besser auch vorbeugend entgegenwirken zu können. Ziel sei die Hilfe zur Selbsthilfe. Die betroffenen Länder müssten den Weg der Haushaltskonsolidierung und wirtschaftlichen Strukturreformen eigenständig gehen. Als positives Beispiel nannte er dabei Irland, das sich mithilfe des EFSF konsolidieren konnte.

In einer lebhaften Diskussion wogen die Freisinger Liberalen das Für und Wider des Europäischen Stabilitätsmechanismus ab. Dabei offenbarte sich ein inhomogenes Stimmungsbild. Jedoch war man sich darin einig, dass Eurobonds nicht der richtige Weg seien. Mit diesem Instrument würden alle EU-Länder den gleichen Preis für geliehenes Geld bezahlen müssen, egal wie gut es dem Land tatsächlich gehe. Dadurch müsste Deutschland mehr für seine Kredite bezahlen und marktwirtschaftliche Mechanismen würden außer Kraft gesetzt werden. Zudem würden für verschuldete Staaten Anreize verschwinden, sich nachhaltig zu reformieren. Schließlich sei es transparent und ehrlich, wenn sich die Leistungsfähigkeit und Kreditwürdigkeit von Staaten im Zins ihrer Staatanleihen abbildet.

Am Ende stellten die Freisinger Liberalen fest, dass man sich über das Ziel einig sei, man aber im Weg eine unterschiedliche Meinung vertrete. So sollen Eurobonds auf alle Fälle verhindert werden und somit Anreize zum Sparen erhalten bleiben. Nun obliegt es den Mitgliedern der FDP bis zum 13. Dezember über den ihrer Meinung nach besten Weg zu einem dauerhaft stabilen Euro zu entscheiden.

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Am 10.10. dieses Jahres haben die Initiatoren des Mitgliederentscheids über den dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM die erforderliche Anzahl an Unterschriften im Thomas-Dehler-Haus eingereicht. Daher wird im nächsten Schritt die Durchführung des Mitgliederentscheids veranlasst, bei dem jedes Parteimitglied über den ESM-kritischen Antrag und einen Alternativantrag des Bundesvorstandes abstimmen kann.

Um sich aus erster Hand über beide Positionen zu informieren und sich den weitreichenden Konsequenzen der Entscheidung bewusst werden zu können, lädt der Kreisverband Freising der Jungen Liberalen herzlich ein zur:

Diskussionsrunde zum Mitgliederentscheid zum Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM)

Als Gäste werden begrüßt:

Dr. Daniel Volk, MdB, Befürworter des Alternativantrags des Bundesvorstands

Prof. Dr. Christoph Zeitler, Kreisvorsitzender FDP Landshut-Stadt und Befürworter des Mitgliederentscheids

 

Datum: Dienstag, 06.12.2011

Zeit: 19.30 Uhr (Einlass ab 19.00 Uhr)

Ort: Hofbrauhauskeller Freising, Lankesbergstr. 5, 85356 Freising

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Freising/ 2011 ist das Jahr der politischen Rücktritte – auch bei den Liberalen im Landkreis Freising. Wie der FDP-Kreisverband bekanntgab, wird Dr. Peter Siemsen ab November 2011 nicht mehr als Kreisvorsitzender zur Verfügung stehen. Grund hierfür ist sein Wegzug aus Eching nach Haar im Nachbarlandkreis München. „Der Schritt, den Landkreis Freising zu verlassen, war für mich nicht einfach, aber aus privaten Gründen notwendig“, erläuterte Siemsen seine Entscheidung.

In der persönlichen Abwägung hätte die politische Verantwortung stets einen hohen Stellenwert eingenommen. „Ich bin kein Schönwetterpolitiker und werde es auch nie sein“, erklärte Siemsen. Die aktuelle Krise der Bundespartei habe ihn stets inspiriert und angetrieben, „vor Ort noch mehr zu geben“. „Der politische Liberalismus ist existenziell für die Demokratie in unserem Lande. Eine dauerhafte Krise der Liberalen würde die demokratische Diskussions- und Entscheidungskultur in Deutschland empfindlich beschädigen“, so Siemsen. Es lohne sich daher zu jeder Zeit, für liberale Politik einzutreten. Sein Credo „Motivation statt Frustration“ sieht er im Kreisverband vorbildlich umgesetzt. Dessen zukünftige Entwicklung beurteilt Siemsen optimistisch: „Die FDP im Landkreis Freising ist inhaltlich und personell gut aufgestellt. Der eingeschlagene Kurs der Bürgereinbindung und politischen Transparenz wird auch nach meinem Weggang weiter vorangetrieben – darüber besteht im Kreisvorstand absolute Einigkeit.“

Siemsen übergibt den Kreisvorsitz an seinen bisherigen Stellvertreter Dr. Martin Alberti, der den Kreisverband bis zu den anstehenden Vorstandsneuwahlen Anfang 2012 kommissarisch führen wird. Gleichzeitig legte er zum 31.10.2011 nach geltender Vorschrift sein Kreistagsmandat nieder, da aufgrund des Wegzugs seine Wählbarkeit im Kreis Freising endete. Ihm folgt Josef Stimmelmeier, Vorsitzender des FDP-Ortsverbands Moosburg-Hallertau, als Kreisrat nach.

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Großweil–Freising/ Bei strahlen- dem Sonnenschein erlebten die Teilnehmer des Familien-Sommerausflugs der Freisinger Liberalen auf der Glentleiten eine spannende Zeitreise durch die ländliche Kulturgeschichte Oberbayerns. Unter der fachkundigen Führung von Bezirksrat Dieter Rippel besuchten die Mitglieder und Unterstützer des FDP-Kreisverbands Freising am 14. August 2011 das größte Freilichtmuseum in Südbayern und verschafften sich einen umfangreichen Einblick in Arbeitswelt, Baukultur und Brauchtum der oberbayerischen Landbevölkerung. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt vom Umfang und der Qualität der Museumseinrichtung. Der stellvertretende Vorsitzende des Freisinger FDP-Stadtverbands Dr. Martin Alberti bezeichnete die Glentleiten als hervorragenden Spiegel der ländlich-bäuerlichen Kulturgeschichte Oberbayerns. Das lobende Fazit von FDP-Kreischef Dr. Peter Siemsen lautete: „Ein Muss für jeden Kulturinteressierten und eine Verpflichtung für die Politik, das große kulturhistorische Erbe Bayerns für nachfolgende Generationen zu erhalten.“ Die hierfür notwendige Mittelbereitstellung durch den Bezirk dürfe trotz der angespannten Haushaltssituation nicht in Frage gestellt werden, sicherte Bezirksrat Dieter Rippel seine uneingeschränkte Unterstützung für den Betrieb dieses einmaligen bayerischen Kulturdenkmals zu.

Lesen Sie dazu auch den Artikel in der Münchener Nord-Rundschau.

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Kreischef der Freisinger Liberalen meldet sich aus seinem Urlaubs- quartier in der Schweiz zu Wort

Lausanne (CH) –Freising(D)/Mehr Mediation durch die politisch Verantwortlichen wünscht sich der Kreisvorsitzende der Freisinger Liberalen Dr. Peter Siemsen in der aktuellen Diskussion um den Bau der dritten Start- und Landebahn am Flughafen München. Das Thema beschäftigt den FDP-Kreisrat auch in seiner politischen Sommerpause. Am 2. August meldete er sich hierzu aus dem Schweizer Urlaubsort Lausanne zu Wort. Nach dem positiven Entscheid der Regierung Oberbayern stünden die Uhren auf 5 vor 12, so die Einschätzung des FDP-Kreischefs. „Solidaritätsbekundungen der Politik über symbolische Resolutionen in rechtlich nicht zuständigen Gremien schüren die Emotionen, bringen uns aber nicht voran“, kommentierte Siemsen die mehrheitliche Ablehnung der dritten Startbahn im oberbayerischen Bezirkstag.

Auch in der politischen Sommerpause kreisen die Gedanken von Dr. Peter Siemsen um das Verhältnis von Flughafen und Umland. „Mediation statt Konfrontation“, fordert der Freisinger FDP-Kreischef und Kreisrat in der aktuellen Diskussion um den Bau der dritten Startbahn. Landkreispolitik solle hierbei eine Vermittlerrolle einnehmen.

Wie die Signale aus München zeigten sei es den Startbahngegnern in SPD und CSU nicht gelungen, eine Mehrheit für ihre Position zu gewinnen, so der FDP-Kreischef. Die politischen Realitäten zu leugnen, bezeichnete er als unlauter und kontraproduktiv. Vielmehr sei es höchste Zeit, den Bürgerinnen und Bürgern reinen Wein einzuschenken. „Der Bau der dritten Startbahn wurde bereits von der früheren rot-grünen Bundesregierung befürwortet und ist Bestandteil des geltenden Koalitionsvertrags von CSU und FDP“, erklärte Siemsen. Die Bezirksregierung von Oberbayern habe mit ihrer aktuellen Entscheidung die mehrheitliche Position der Startbahnbefürworter bestätigt.

„Der Gesamtnutzen des Projekts für den Wirtschaftsstandort Bayern ist ein gewichtiges Argument, dem wir uns bei allem Verständnis für die Betroffenheiten in unserem Landkreis nicht verschließen dürfen“, argumentierte der FDP-Kreischef. Auch für Bayern werde es in den kommenden Jahren härter, im internationalen Wettbewerb zu bestehen. „Unsere Konkurrenten im Ausland schlafen nicht“, warnte Siemsen. Die Abwanderung von Fachkräften sei selbst im Freistaat ein Thema, dem nur durch attraktive Arbeitsplatzangebote begegnet werden könne. Auch wenn es nicht Entscheidung der FDP gewesen sei, den Flughafen Franz Josef Strauß im Erdinger Moos zu bauen, stelle sich seine Partei der wirtschaftspolitischen Verantwortung. Allerdings dürfe dabei der einzelne Mensch vor Ort nicht vergessen werden. „Die Einzelbetroffenheiten im Landkreis sind absolut verständlich und müssen im weiteren Entscheidungsprozess stärker Berücksichtigung finden“, so Siemsen. Letzteres erfordere den Einstieg in einen konstruktiven Dialog. „Wir müssen raus aus der Konfrontation und rein in die Mediation. Ansonsten bleiben die Betroffenen auf der Strecke“, warnte der FDP-Kreischef. Hierbei könnte und sollte die Kreispolitik eine aktive Vermittlerrolle einnehmen. Der Klageweg stehe für ihn am Ende eines gescheiterten politischen Vermittlungsprozesses. Vorher müsse der Landkreis über seine politischen Organe und Repräsentanten alle Möglichkeiten der Vermittlung ausschöpfen. „Der bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil hat bereits vor Monaten einen Dialog angeboten“, erinnerte Siemsen und machte klar: „Es ist höchste Zeit, damit anzufangen, um für die betroffenen Bürger und die Region das Beste rauszuholen.“

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