[Freising] Zweites Klimaforum: Junges, studentisches Moderatoren-Duo

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Dienstag, 11. Februar 2020, findet um 19 Uhr im Nebenraum des Furtnerbräus in Freising das zweite kommunale Klimaforum mit dem Schwerpunkt klimafreundliche Mobilität statt.
Moderiert wird das Diskussionsforum dieses Mal von Linus Königbaur, Student Management erneuerbarer Energien an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, und Claudia Staab, Mitglied im AK Jugendpolitik des Kreisjugendrings. Das junge Moderatoren- Duo wird das Publikum aktiv einbeziehen und so in das klassischen Fish-Bowl-Format Pepp reinbringen.
Wir freuen uns insbesondere über Ideen, Fragen und Anmerkungen, die interessierte Bürger schon vorab über das Ideentool auf der Homepage www.klimaforum-freising.de einbringen können.

Gemeinsam für den Klimaschutz!

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Weiskopf

Statement zu der Wahl in Thüringen

Unsere Haltung zur AfD ist bekannt. Wir möchten sie aber in Anbetracht der aktuellen Umstände noch einmal in aller Deutlichkeit klarstellen: Die Alternative für Deutschland ist eine inakzeptable, illiberale, völkische und rechtsextreme Partei, mit der wir jegliche Zusammenarbeit – auch auf lokaler Ebene – ablehnen und ausschließen. Wir stehen für Weltoffenheit, Toleranz, Freiheit, Menschlichkeit und Nächstenliebe. Diese Werte sind mit der AfD nicht vereinbar. Aus diesem Grund waren viele von uns gestern Abend beim Fest der Menschlichkeit in Moosburg dabei.

Die Wahl von Thomas Kemmerich als Ministerpräsidenten sehen wir kritisch und mit gespaltener Meinung. Wir verurteilen den hysterischen Jubel einiger Parteifreunde genauso scharf wie die radikalen Anfeindungen und Drohungen. Die Lage bedarf einer differenzierten Analyse, weshalb wir unsere Sichtweise in diesem Statement darlegen:

Das von Extremen geprägte Wahlergebnis in Thüringen hat die Bildung einer starken Regierung verhindert. 54,4 % für Parteien der politischen Ränder waren für uns ein Schock. Der knappe Einzug der FDP mit 5,0 % hat uns gefreut, die Fraktion wurde zum Zünglein an der Waage und muss dieser Verantwortung auch gerecht werden.

Das Wahlergebnis zeigt auch, dass die bestehende rot-rot-grüne Regierung in Thüringen abgewählt worden ist. Die Verhandlungen haben kein klares Ergebnis hervorgebracht. So kam es heute zu mehreren Wahlgängen, bei denen es auf den dritten Wahlgang mit einfacher Mehrheit ankam. Die Parteien der Mitte (CDU 21 Sitze, SPD 8, Grüne und FDP je 5) kommen zusammen auf 39 Sitze, die AfD auf 22, die Linke auf 29. Eine Minderheitsregierung der Mitte, aus CDU, SPD, Grüne und FDP, wäre demnach möglich gewesen, leider kam es zu keiner Einigung. Dies bedauern wir.

Die FDP-Fraktion, die im dritten Wahlgang nicht mehr mit „Nein“ stimmen konnte, hat mit Thomas Kemmerich eine demokratische Alternative zu den Kandidaten der Linken und der AfD ins Rennen geschickt. Diese Entscheidung war richtig, denn eine liberale Partei darf weder mit Links noch mit Rechts zusammenarbeiten. Dass Kemmerich vermutlich mit Stimmen der Thüringer AfD gewählt wurde, ist für uns allerdings kaum zu ertragen.

Auch wenn uns die Situation sehr zu schaffen macht, möchten wir die weiteren Entscheidungen in Thüringen nicht kommentieren. Wir als FDP Freising machen Politik für unseren Landkreis und unsere Gemeinden, für die Menschen hier vor Ort. Wir stehen für überparteiliche, konstruktive Zusammenarbeit mit den demokratischen Parteien und zeigen eine klare Kante gegen Rechts. Deshalb werden wir auch weiterhin gegen Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und die Ideologie der AfD aufstehen.

Gemeinsames Statement zu den Ergebnissen der Jugendhilfeausschusssitzung

Die Mibikids machen herausragende Arbeit, die weit über die Sprachförderung hinaus geht. Denn Sprache ist eine zentrale Säule für gelungene Integration und gerade deshalb sollte der Jugendhilfeausschuss das Engagement des Vereines auch unterstützen.
Es ist zwar richtig, dass Sprachförderung keine Kernaufgabe des Landkreises ist, allerding sind in Artikel 51 der Bayerischen Landkreisordnung klar die Aufgaben des eigenen Wirkungskreises festgelegt und da wird das soziale Wohl der Einwohner genannt. Bei der Integration mit Sprachförderung bei Kindern und Jugendlichen anzusetzen, ist deshalb genau der richtige Weg, um das soziale Wohl aller auch zu erreichen.
In der Jugendhilfeausschusssitzung haben wir gesehen, wie viel teurer notwendige Maßnahmen sind, wenn die präventiven Angebote nicht ausgereicht haben. Noch dazu sind die 16.500 € für den Haushalt des Landkreises ein Klacks, für den Verein allerdings eine große Geldspritze, die die Fortsetzung der so essentiellen Arbeit garantiert.
Die Mibikids erreichen an ihren fünf Standorten Kinder und Jugendliche in 14 Gemeinden und damit gemeindeübergreifend fast im gesamten Landkreis. Sie schaffen noch dazu einen ganz anderen Zugang zu den Familien und erklären beispielsweise Kindern und Eltern das komplizierte deutsche Schulsystem. Bildung ist schließlich die beste Zukunftsinvestition. Wer aber an der Sprachhürde scheitert, wird sich nur schwer durch das System schlagen können und mit gleichen Hürden ins Berufsleben starten.
Wir finden, es braucht keine Rechtsaufsicht, sondern Courage. Der Jugendhilfeausschuss kann freiwillige Maßnahmen wie diese bewilligen und hat sein Votum in der letzten Sitzung auch klar gemacht. Wir können die Blockadehaltung von Landrat Hauner und Robert Scholz daher nicht nachvollziehen und fordern den Zuschuss einfach auszuschütten.

Tobias Weiskopf, Landratskandidat der FDP, und Herbert Bengler, Landratskandidat der SPD

[Freising] FDP Oberbürgermeisterkandidat fordert konkrete Klimaschutzmaßnahmen statt sogenannten Klimanotstand

Freising – Gestern hat sich der Freisinger Stadtrat zu einer Sondersitzung getroffen, um darüber zu befinden, ob Freising den Klimanotstand ausruft. „Ich bin froh, dass der Stadtrat nicht einfach nur über die Anträge von SPD, ÖDP und Grünen befunden hat, sondern sich eigene Vorsätze gegeben hat und dabei nicht darauf verfallen ist, plakativ den Klimanotstand auszurufen, ohne weitere Maßnahmen.“, so der Oberbürgermeisterkandidat der Freien Demokraten Dr. Jens Barschdorf. „Nun sollen auch konkrete Handlungen von der Stadt unternommen werden, was mich freut. Fünf Punkte kommen mir hier direkt in den Sinn:
1) Muss die Stadt beim Klimaschutz schneller vorangehen und die eigenen Fahrzeuge so schnell wie möglich auf klimaneutrale Antriebe umstellen.
2) Müssen auch städtische Gebäude möglichst schnell höchsten Klimaschutzanforderungen genügen und sollten zudem auch selbst Strom produzieren und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet werden.
3) Fordern wir bereits seit Jahren die Einrichtung eines Bürgersolarparks, an dem sich auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt beteiligen können. Auch hier muss die Stadt endlich aktiv werden.
4) Besseres Lichtmanagement insbesondere in den Gewerbegebieten mit intelligenter LED-Beleuchtung. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch gut für Insekten.
5) Statt Verbesserungen für Radfahrer zu einem Wahlkampfthema zu machen, hätte der Ausbau von Radwegen in der vergangenen Periode viel intensiver angegangen werden müssen. So ist es eine Schande, dass die neue Lerchenfelder Realschule keine Radwegsanbindung von der Erdinger Straße besitzt.“

„Nur mit konkreten Forderungen und Planungen und nicht mit Schaufensterpolitik, wie der Ausrufung eines ‚Klimanotstandes‘ werden wir als Politiker in dieser schönen Stadt unseren Anteil leisten können, um die Klimaziele zu erreichen.“, so Jens Barschdorf weiter.

[Freising] Bahnstrecken erweitern – Bahnverkehr stärken

Schon heute ist die Zugstrecke zwischen Freising und München mit Regionalverkehr (RE, RB und S- Bahn) sowie Güterverkehr bis zur Kapazitätsgrenze ausgelastet. Um einen dichteren, attraktiven Takt bei der S-Bahn sowie mehr Regionalzüge zu ermöglichen muss die Strecke dringend erweitert werden. Mit der zweiten Stammstrecke werden zwar ab 2028 zusätzliche Kapazitäten in München frei – ein 10- Minuten-Takt bis nach Freising ist aber nur möglich, wenn auch die Außenäste erweitert werden.
Wir Freie Demokraten im Landkreis Freising fordern deshalb, eine neue Expressstrecke vom Autobahndreieck Feldmoching entlang der A92 bis kurz vor die Ausfahrt Freising Süd zu bauen. Auf der neuen Strecke können dann der Regionalexpress sowie der Güterverkehr verkehren, auf der alten Strecke zwischen Oberschleißheim und Neufahrn bleibt ein verdichteter S-Bahn-Verkehr. So werden auch laute Güterzugfahrten durch Neufahrn, Eching, Lohhof, Ober- und Unterschleißheim auf die neue Strecke weit abseits von Wohngebieten umgelegt.
Zusätzlich schlagen wir vor, die neue Expressstrecke mit der ICE-Trasse München-Nürnberg zu verknüpfen und so einen attraktiven Fernverkehrshalt am Flughafen
München zu ermöglichen. Die neue Spange fädelt nördlich von Hebertshausen aus und trifft westlich von Unterschleißheim auf die neue Expressstrecke. Im Zuge des Erdinger Ringschlusses wird so eine direkte Fernverkehrsverbindung von Nürnberg über den Flughafen bis nach Salzburg möglich.
Im gleichen Zuge könnte der Flughafen über die neue Expressstrecke entlang der A92 auch direkt mit Fernverkehrszügen aus Augsburg, Ulm und Stuttgart erreicht werden. Mittelfristig kann der Bahnhof am Flughafen München zum funktionalen Umsteigeknoten werden und den Hauptbahnhof in München entlasten.
„Wir hoffen mit der starken Anbindung über die Schiene unnötige Inlandsflüge überflüssig zu machen und Passagiere aus Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart oder Salzburg vom Flugzeug auf die Bahn zu bringen. Insbesondere der Landkreis Freising wird von der attraktiven Anbindung profitieren. Zum einen durch einen dichteren Takt bei der S-Bahn, durch zusätzliche Regionalzüge mit deutlich kürzeren Reisezeiten aber vor allem auch durch einen direkten Zugang zum Fernverkehr“, so Tobias Weiskopf.

[Freising] Lebensqualität in Freising unterdurchschnittlich

Für die Sendung ZDFzeit hat das Forschungsinstitut Prognos die Lebensqualität aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland untersucht. Bei der Familienfreundlichkeit landet Freising erschreckend weit hinten auf Platz 283 von 401, bayernweit auf Platz 82 von 96. Bei der Seniorenfreundlichkeit auf Platz 231 von 401 bundesweit, in Bayern Platz 34 von 96. „Wir sind erschrocken, dass die Bürgermeister des Landkreises und der Landrat, die für diese Umfrage befragt wurden, ein so schlechtes Bild des Landkreises zeichnen, obwohl sie doch in der Position wären, dies zu ändern.“, so Tobias Weiskopf, der Landratskandidat der FDP, und Dr. Jens Barschdorf, der Oberbürgermeisterkandidat für Freising.
„Für 80 Prozent der Deutschen ist Familie das Wichtigste. Machen wir unseren Landkreis deshalb zu einer lebens- und liebenswerten Heimat für Familien“, sagt Tobias Weiskopf. Weiter: „Besonders die schlechten Ergebnisse bei der Kinder- und Hausarztdichte sind erschreckend. Wir müssen Anreize für die Niederlassung von Ärztinnen und Ärzten in allen Gemeinden des Landkreises schaffen, denn gute medizinische Versorgung beginnt vor Ort und ist das Fundament für eine hohe Lebensqualität“.
Jens Barschdorf ergänzt: „Wir werden uns auch für eine moderne Kinderbetreuung einsetzen, die individuellen Lebensentwürfen gerecht wird. Wir brauchen eine familiengerechte Kinderbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten. Zudem möchten wir Kindergartenplätze kostenlos anbieten, denn bereits im Vorschulalter werden wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.“
„48 Prozent ihres verfügbaren Einkommens müssen Senioren im Landkreis für ihre Wohnung ausgeben. Das ist zu viel! Um Druck aus dem überhitzten Wohnungsmarkt zu nehmen, müssen wir zügig mehr Wohnraum schaffen. Und dabei als Landkreis selbst als Vorbild voran gehen und Mitarbeiterwohnungen schaffen und diese auch von privaten Unternehmen einfordern. Nur so werden die Preise auf Dauer sinken“, erklärt Tobias Weiskopf.
„In der Kategorie Pflegesituation belegt Freising Platz 393 von 401. Wir müssen die Pflege stärken, dass jeder einen würdevollen Lebensabend in seiner Heimat verbringen kann. Der Landkreis und die Kommunen müssen die Einrichtungen auch bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften unterstützen“, so Barschdorf.
Die beiden Sendungen zu Senioren und Familie mit einem deutschlandweiten Vergleich laufen am 03. und 10. Dezember um 20.15 Uhr im ZDF. Die kompletten Daten der Studie finden Sie im Internet unter deutschland-studie.zdf.de.

[Freising] Freising wird Zukunftsbahnhof

Freising wird einer von deutschlandweit 16 Zukunftsbahnhöfen. Die Deutsche Bahn testet innovative Verbesserungen für die Fahrgäste. In Freising wird der Fokus auf Verbesserung für Radfahrer gelegt, da viele Reisende mit dem Rad zum Bahnhof fahren oder von dort zu ihrem Ziel radeln.
Jens Barschdorf, Oberbürgermeisterkandidat für Freising, dazu: „Ich freue mich sehr, dass die Deutsche Bahn den Freisinger Bahnhof zu einem Zukunftsbahnhof machen möchte. Dass dabei auch die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder verbessert und erweitert werden ist dringend notwendig und ein echter Gewinn für die Stadt. Ich freue mich darauf, dass hier innovative Konzepte für die Anbindung von ÖPNV und Individualverkehr geschaffen werden.“
Landratskandidat Tobias Weiskopf weiter: „Das Projekt Zukunftsbahnhof ist für Freising eine klasse Sache! Der Bahnhof mit über 21 Tausend Reisenden pro Tag ist einer der meist frequentierten Orte, macht als Tor für Freising aber nicht den besten Eindruck. Jetzt ist es an der Zeit, dies zu ändern. Ich freue mich, dass Freising nun nach dem Video-Serviceschalter zum zweiten Mal voran gehen kann. Endlich gehen Stadt und Bahn das Fahrrad-Chaos an und sorgen für die dringend notwendige Kapazitätserweiterung.“
Konkret geplant sind:
– Eine freundlichere Neugestaltung der Personenunterführung mit verbesserter Wegeleitung zu interessanten Zielen in der Umgebung verbessert die Aufenthaltsqualität.
– Zusätzlich zur Erneuerung und Kapazitätserweiterung der Fahrradabstellmöglichkeiten errichten wir eine Self-Service Reparaturstation für Fahrräder mit einem umfangreichen Repertoire an Werkzeug.
– Neugestaltete Flächen vor dem Bahnhof werden zu attraktiven Parkflächen aufgewertet.
– Weitere Maßnahmen werden in Kooperation mit der Stadt Freising umgesetzt.

Ausführliche Infos der Deutschen Bahn zum Projekt Zukunftsbahnhof: https://www.bahnhof.de/bahnhof-de/bahnhoferleben/Zukunftsbahnhof-4476510

[Freising] Pressemitteilung FDP Stammtisch zum Thema Soziale Verantwortung in Stadt und Landkreis


4. Von links Thomas Filser; 10. Von links Dr. Jens Barschdorf; 11. Von links Jens Bergmann; ganz rechts Dr. Martin Alberti

Freising – Beim letzten Stammtisch des FDP Ortsverbands Freising im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stadt und Landkreis im Fokus“ waren zwei Experten der sozialen Aufgaben vor Ort anwesend. Thomas Filser bot als Geschäftsführer der Glockenbachwerkstadt München e.V. und Verantwortlicher für 15 Kindertagesstätten in München, in denen über 1000 Kinder betreut werden, einen Einblick in den Alltag von Kindertagesstätten. Er schilderte, dass eines der größten Probleme die Suche nach Personal sei. „Es gibt zwar Möglichkeiten für Quereinsteiger, aber insgesamt ist der Arbeitsmarkt sehr leer, auch weil in den letzten Jahren die Anzahl der Betreuungsplätze stark gestiegen ist. Dafür gibt es in München eine Arbeitsmarktzulage, die jetzt weiter erhöht wird.“ Auch der Ortsvorsitzende und designierte Oberbürgermeisterkandidat für Freising, Jens Barschdorf, sieht dies kritisch: „Es ist äußerst bedauerlich, dass München hier einen Überbietungswettkampf zur Gewinnung von Personal startet. Die Stadt sollte sich zusammen mit den übrigen Gemeinden im Landkreis überlegen, ob auch hier eine Zulage gezahlt werden kann. In jedem Fall aber sollte sich die Stadt überlegen, die Kosten der Kinderbetreuung für die Eltern, wie in München, zu reduzieren.“ Thomas Filser fuhr fort, dass die Belastung und der bürokratische Aufwand immer mehr wächst: „Teilweise haben wir für geringe Fördersummen höheren bürokratischen Aufwand, als für unsere Grundfinanzierung. Zudem haben wir kaum Flexibilität, welche Gruppen (Krippe/KiTa) wir wo betreiben können, so dass es zum Teil im selben Gebiet Über- und Unterangebote gibt.“

Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte dann Jens Bergmann, der Leiter einer Pflegeeinrichtung in Zolling mit 72 Plätzen, die Aufgaben und Herausforderungen in der Altenpflege vor: „Oftmals ist es in der Pflege vor allem eine Verwaltung der Unzufriedenheit. Unsere Pflegerinnen und Pfleger haben einen sehr schweren Job, der oft auch nicht ausreichend gewürdigt wird. Die zu pflegenden Menschen wollen ihr vertrautes Umfeld ungern verlassen und ihre Angehörigen müssen hohe Zuzahlungen leisten. Dazu kommt, dass wir umfangreiche Dokumentationspflichten haben, die für die Pflegenden zwar lästig, aber für den Nachweis einer optimalen Pflegequalität leider unerlässlich sind. Deshalb bin ich auch froh, dass alle Betreuungseinrichtungen wenigstens einmal im Jahr durch die Heimaufsicht im Landratsamt geprüft werden. Gleichzeitig wäre es für uns aber eine Erleichterung, öfter persönlich geprüft zu werden, wenn dafür die bürokratischen Dokumentationsanforderung gesenkt würden.“ Der Kreisvorsitzende der FDP Dr. Martin Alberti betonte die wesentliche Aufgabe, die in der Altenpflege unternommen wird: „Wir sind sehr dankbar über für den Einsatz, der im Pflegebereich geleistet wird. Da es gerade durch den Wohnraummangel problematisch ist, Mitarbeiter zu gewinnen, werden wir die Pflegedienstleister dabei unterstützen, dass gemeindeübergreifend Betriebswohnungen für die Mitarbeiter entstehen. Da es zudem nach wie vor extrem schwierig ist, Arbeitsgenehmigungen für Flüchtlinge zu erhalten, fordern wir auch das Landratsamt auf, gerade in diesen Bereichen einfacher Arbeitsgenehmigungen zu erteilen.“

[Freising] Sommerausflug auf den Spuren bayrischer Geschichte

An Maria Himmelfahrt fand der alljährliche Sommerausflug der FDP Freising statt. Mit dem Zug ging es diesmal nach Regensburg, auch um das Museum für bayrische Geschichte zu besuchen, das erst in diesem Jahr eröffnet wurde. Wie immer ging es im Sommerausflug nicht primär darum Politik zu betreiben, sondern darum sich untereinander und Bayern besser kennenzulernen. „Nicht jede unserer Veranstaltungen muss politisch sein, vielmehr geht es uns auch darum, in entspannter Atmosphäre zusammen zu kommen und als Team gemeinsam etwas zu erleben.“, so der stv. Kreisvorsitzende Jens Barschdorf. In der Führung durch das Museum lernten die Freisinger, zu denen mittlerweile auch einige Regensburger Liberale gestoßen waren, verschiedenste Stationen der letzten 200 Jahre bayrische Geschichte kennen.

„Ich fand das Museum spannend und interessant gestaltet mit einer klaren Linie, die auch die Gegensätze zwischen Tradition und Fortschritt zeigt. Und auch wenn man sicherlich einzelnes schon kannte, so ist die Zusammenstellung wirklich gut gelungen.“, so der Kreisvorsitzende Dr. Martin Alberti. Nach der Führung konnten die 15 Teilnehmer entweder das Museum noch einmal auf eigene Faust erkunden oder wurden von Regensburger FDP Mitgliedern durch die Altstadt geführt. Gemeinsam ging es dann in die ‚alte Linde‘, in der man den gelungen Ausflug bei Speis und Trank entspannt ausklingen ließ, bevor es dann am Abend mit dem Zug wieder zurück nach Freising ging.

[Freising] Pressebericht zu „Bezahlbaren Wohnraum schaffen“

Im Gasthof Furtner trafen sich knapp 20 Interessierte um zusammen mit dem FDP Ortsverband Freising über das Thema bezahlbaren Wohnraum zu diskutieren. Der Ortsvorsitzende Dr. Jens Barschdorf hatte hierzu den Landtagsabgeordneten Sebastian Körber eingeladen. Dieser ist der Vorsitzende des Ausschusses für Wohnen, Bauen und Verkehr im Landtag, stammt aus Forchheim und ist selbst Architekt und Immobilienunternehmer. Die Bedeutung des Themas betonte der Ortsvorsitzende der FDP, Dr. Jens Barschdorf: „Unsere Region ist Wachstumsregion. Bis 2030 wird die Metropolregion München um weitere 700.000 Menschen wachsen. Doch schon heute ist der Mietmarkt äußerst angespannt. Deshalb muss nun endlich mehr Wohnraum geschaffen werden, damit er endlich wieder bezahlbar wird. Hierzu müssen Bürokratie und Misstrauen der Politik gegenüber denjenigen, die Wohnraum schaffen, endlich geringer werden“

Dieser Einschätzung stimmte auch Sebastian Körber zu: „Kostentreiber Nummer 1 bei Bauvorhaben ist die öffentliche Hand! Durch Bürokratie und Gängelung von Bauherren wird verhindert, dass Wohnraum geschaffen wird!“ Körber zeigte dann auf, wie die verschiedenen Ebenen von der EU bis zur Kommune zusammenwirken, und dabei verhindern, dass sich gerade Familien und junge Menschen Wohnraum leisten können. Die neue EU-Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie, die in Deutschland zudem über Gebühr streng in nationales Recht umgewandelt wurde, hemmt den Kauf, da der Wert der Immobilie nicht mehr als Sicherheit bei der Kreditvergabe zählt. Zudem sei es oft die Bürokratie, die Bauen immer teurer mache. Baunebenkosten, wie eine Vielzahl von Gutachten oder überhöhte Brandschutzauflagen verteuern das Bauen immer mehr. „Insbesondere auf kommunaler Ebene erhöhen sich die Kosten durch lange Genehmigungszeiten deutlich. Denn Baugrund, der brach liegt, kostet am Ende Geld, das dann auf die Miete aufgeschlagen wird. Dasselbe gilt auch für hohe Anforderungen an Stellplätze, gerade bei jungen Menschen, die mittlerweile auf andere Mobilitätsformen umsteigen, führen oft zu überhöhten Kosten. Das wäre jedoch eine Stellschraube, die Baukosten und damit auch die Mieten zu reduzieren.“

Körber fordert daher schneller und günstiger zu bauen und mehr Bauland auszuweisen. „Dies erreichen wir indem wir die Grunderwerbsteuer auf die erste selbstgenutzte Immobilie abschaffen und die Vorschriften der Bayerischen Bauordnung auf den Prüfstand stellen.“

Nach einer spannenden Diskussion mit den knapp 20 Anwesenden resümierte der Kreisvorsitzende der Liberalen, Dr. Martin Alberti: „Es zeigt sich wieder, dass wir in Bund, Land und auch vor Ort, viel zu wenig tun um die Probleme vor Ort zu bekämpfen. Dies wollen wir ändern auch indem wir konkret in der Gemeinde vor Ort an den Stellschrauben drehen, die bezahlbares Wohnen erleichtern. So wollen wir auch Baugenossenschaften besser unterstützen.“