Dr. Martin Alberti

Landtagswahl 2018 – Unser Listenkandidat

Martin Alberti

Persönliches

Geburtsdatum: 08.05.1975
Geburtsort: München
Wohnort Freising

Lebenslauf

2002: Diplom in Biologie, Technische Universität München Freising-Weihenstephan
2007: Promotion Dr. rer. nat., Technische Universität München Freising Weihenstephan
2007 – 2013: Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fraunhofer Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT, München
seit 2013 Qualitätsmanagement-Beauftragter an der Fraunhofer Einrichtung für Mikrosysteme und Festkörper-Technologien EMFT, München
seit 2008 Mitglied in der FDP
seit 2011 Vorsitzender FDP Kreisverband Freising

Interessen & Hobbies

Sport (Schwimmen, Fitness)
Musizieren (Klarinette)
Reisen

Ehrenämter & Vereine

Multiple Sklerose Gesellschaft, Selbsthilfegruppe Freising
Lions Clubs International, Vorsitzender Club-Hilfswerk

Positionen

Meine berufliche Erfahrung als Naturwissenschaftler in einer anwendungsorientierten Forschungseinrichtung, die Auftragsforschung für Industrie-, Dienstleistungsunternehmen und die öffentliche Hand betreibt, ermöglicht mir ein Verständnis für die komplexen Anforderungen, die erfüllt werden müssen, um unser Land auch in Zukunft im internationalen Wettbewerb als herausragenden Wissens- und Wirtschaftsstandort zu erhalten.

Daher sind mir landespolitisch die Bildungs- und Wissenschaftspolitik ein besonderes Anliegen. Bildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der in unserer Gesellschaft alle angeht und der sich nicht zeitlich oder räumlich eingrenzen lässt.

Deshalb werbe ich für die Abschaffung des Kooperationsverbotes (Aufgabenteilung von Bund und Ländern in Bildungssachen). Erst dadurch werden eine länderübergreifende gemeinsame Bildungsstrategie und eine größere finanzielle Beteiligung des Bundes bei Investitionen in Bildung möglich (Gebäude, Infrastruktur, Lernmittel).

Zudem ist es wichtig, dass Bildungsstandards und Abschlüsse bundesweit einheitlich geregelt werden, um erbrachte Leistungen objektiv vergleichbar zu machen. Wir sollten auch stärker europäisch denken und andere europäische Staaten für unser erfolgreiches duales Ausbildungssystem begeistern, um dem Fachkräftemangel gemeinsam und zukunftsorientiert entgegenzuwirken.

Zwei wesentliche Faktoren beeinflussen die Bildungspolitik in unserem Land, die wirtschaftliche Situation und die gesellschaftliche und politische Haltung bezüglich Zuständigkeit, Eigenverantwortung und Handlungsrahmen.

Wir müssen die wirtschaftlichen Voraussetzungen schaffen, dass für Bildung und Wissenschaft genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Gerade in den ersten Jahren der Kindheit hängt die Bildungsfähigkeit gegenwärtig sehr stark vom Wohlstand der Eltern ab – insbesondere in Bayern. Für viele Kinder liegt die einzige Chance auf Bildungsgerechtigkeit in einer besseren frühkindlichen Bildung, mehr Ganztagsangeboten und individuellen Förderung. Damit Kinder und Jugendliche aus allen familiären Verhältnissen die gleichen Chancen von Beginn an haben, werde ich mich dafür einsetzen, dass das Angebot ausgebaut und Kitas und Kindergärten in Bayern beitragsfrei werden.

Wir brauchen Menschen, die Fähigkeiten entwickeln, ihr Leben selbstbestimmt zu führen. Menschen, die an Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit herangeführt werden. Die Freude daran haben, Neues auszuprobieren, Ideen zu entwickeln und diese dann auch umsetzten. Wir brauchen eine Politik, die Raum für individuelle Kreativität und Erfindungsgeist zulässt, diese intensiv fördert, und zwar von Beginn an.

In der Bildung können wir dies zum Beispiel dadurch erreichen, dass wir Kindergärten und Schulen, aber auch Hochschulen selbständiger machen und diesen mehr Eigenverantwortung und Handlungsspielräume bei der Vermittlung des Lehrplanes, bei der Personal- und Budgetplanung und Organisation geben.

Die duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell und Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Die Digitalisierung wird einen erheblichen Einfluss auf alle Berufsbilder haben. Daher ist es gesellschaftliche und politische Aufgabe die Herausforderung anzunehmen und die Ausbildungsinhalte an die modernen Anforderungen anzupassen. Insbesondere mittelständische Unternehmen brauchen auf diesem Weg eine Unterstützung und sollten intensiver gefördert werden. Bereits Lehrinhalte und -methoden müssen an das digitale Zeitalter angepasst werden. Den Jugendlichen sollte neben den Grundlagen auch der Umgang und die Auswirkungen der Digitalisierung vermittelt werden.

In der Forschung und Wissenschaft brauchen wir einen Geist und Raum, der es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erlaubt frei forschen zu dürfen. Neue Technologien bieten viele Chancen, auch für unsere Wirtschaft, sind aber stets mit dem Risiko des Misslingens behaftet. Unsere hellen Köpfe, die Forschung leisten und somit unserer aller Zukunft sichern, benötigen deshalb eine verlässliche Förderung durch den Staat. Das sind Universitäten, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, aber auch kleine und mittlere Unternehmen, die sich an Forschungsvorhaben beteiligen.
Wir benötigen ein innovationsfreundliches Klima, auch für das Gründertum, damit junge Menschen den Schritt wagen und sich Unternehmen bei uns ansiedeln.
Kreativität erfordert eine höhere Flexibilität in vielen Bereichen, bei der Art und Weise wie wir arbeiten, wann wir arbeiten und wo wir arbeiten. Da passt es nicht ins Bild einer Vereinbarkeit von Privatleben, Familie und Beruf, wenn wir uns an feste Kita- und Ladenöffnungszeiten halten oder unsere kreative Phase im Stau oder überfüllten Zügen verbringen. Daher müssen wir Investitionen in der gesamten Verkehrs-Infrastruktur voranbringen. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wirksam zu stärken, sind neue Ansätze zu fördern. Hierzu zählen z. B. der Ausbau von Betreuungseinrichtungen, Home Office, neue Wohnformen und innovative Arbeitsplatzgestaltungen.

Einen wesentlichen politischen Handlungsbedarf sehe ich bei der Förderung des Austausches zwischen Wissenschaft, Forschung, Gesellschaft und Wirtschaft. Eine klare Beschreibung und Kommunikation der einzelnen Interessen und Bedürfnisse ist Voraussetzung, um gegenseitiges Verständnis und Vertrauen aufbauen zu können. Die Politik muss diesen Austausch intensiver fördern und fordern. Dies kann durch die Schaffung von Gründerzentren für Start-up-Unternehmen geschehen, in denen Gründungsförderung mit aktiver Netzwerkarbeit verknüpft ist. FabLabs, offene Werkstätten, die Privatpersonen den Zugang zu Produktionsmitteln und modernen industriellen Produktionsverfahren ermöglichen, leisten einen wertvollen Beitrag außerhalb des regulären Schul- oder Hochschulsystems. Eine Förderung der Zusammenarbeit dieser Bürgerwissenschaften mit Forschungsorganisationen und Wirtschaft bietet vielfältige Chancen. Auch eine Erhöhung des Dialoges durch öffentliche Veranstaltungsreihen von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen tragen zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses bei.