Freising – Dr. Jens Barschdorf wurde bei der Aufstellungsversammlung von seiner Partei einstimmig als Kandidat für die Wahl des Oberbürgermeisters in Freising bestätigt. In seiner Rede betonte Barschdorf den Anspruch, Freising mit „Verstand, Verantwortung und Vertrauen auf seine Menschen“ weiterzuentwickeln.
Der 43-Jährige machte deutlich, dass er Freising als Stadt mit großen Stärken sieht: „Freising hat engagierte, kreative Menschen, eine reiche Geschichte und beste Voraussetzungen für eine lebenswerte Zukunft.“ Zugleich mahnte er mehr Miteinander an: „Statt miteinander zu reden, wird oft gestritten – über Radler, Autofahrer, Fußgänger, gerade in der Innenstadt. Als Liberaler sage ich: Nicht jedes Problem löst man mit einem neuen Verbot.“ Stattdessen müssten die Regeln durchgesetzt werden, mehr Kontrollen stattfinden und dann gegebenenfalls zielgerichtet nachgesteuert werden.
Ein zentrales Anliegen Barschdorfs ist die Verkehrs- und Stadtentwicklung. Er forderte mehr Bürgerbeteiligung und ein Ende von „ideologischen Schnellschüssen“: „Wir brauchen keine Verkehrsversuche, die dann vor Gericht scheitern, sondern erst die Abfrage und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger – und dann eine zielorientierte Umsetzung.“
Mit Blick auf die städtischen Finanzen warnte Barschdorf vor Schönfärberei und versprach klare Prioritäten: „Ich will, dass Freising sich auf das Wesentliche konzentriert – auf Schulen, Kinderbetreuung, Infrastruktur und Stadtentwicklung.“ Dabei sprach er sich für mehr Effizienz in der Verwaltung aus: „Ich will ein digitales Rathaus, das Bürgerinnen und Bürgern den Alltag erleichtert. Wir müssen effizienter werden – nicht größer.“
Auch wirtschaftliche Entwicklung und bezahlbarer Wohnraum sollen Schwerpunkte seiner Amtszeit werden. „Freising ist eine wachsende Stadt, und wir brauchen neuen, bezahlbaren Wohnraum – schnell und realistisch“, betonte Barschdorf. Gleichzeitig müsse die Stadt Unternehmen mehr Perspektiven bieten: „Wir brauchen mehr Gewerbeflächen, die wir aktiv bewerben müssen, um Arbeitsplätze zu schaffen und die Gewerbesteuereinnahmen zu stärken.“
Am Ende seiner Rede zog der erfahrene Bundesligaschiedsrichter einen Vergleich zu seiner zweiten Leidenschaft: „Der beste Schiedsrichter ist nicht der, der seine Macht zeigt, sondern der, der fair und respektvoll führt. Genau so will ich Oberbürgermeister sein – respektvoll, gerecht und mit klarer Linie für alle Freisingerinnen und Freisinger.“
Bei der folgenden Aufstellung der Liste, freute sich der OB Kandidat, der auch auf Listenplatz 1 gewählt wurde, dass es wieder gelungen ist, eine volle Liste aufzustellen. „Das wir das in dem jetzigen Klima geschafft haben, ist ein starkes Zeichen, dass Freising liberale Politik braucht.“
Auf Platz 2 der Liste wurde Thorsten Wesselborg gewählt. Der 54-jährige aus Freising-Lerchenfeld ist Senior IT Service Delivery Manager mit über 25 Jahren Erfahrung in globalen Technologie- und Cloudprojekten. Der verheiratete Familienvater von zwei Kindern ist seit vier Jahren Mitglied der FDP und engagiert sich für eine bürgernahe, moderne Verwaltung. Sein Schwerpunkt liegt auf der konsequenten Digitalisierung kommunaler Dienstleistungen, um Effizienz zu steigern und Ressourcen für Bildung, Kultur und Familien zu schaffen. Thorsten Wesselborg steht für pragmatische Lösungen, die den Bürgern echten Mehrwert und der Stadt Freising Zukunftsfähigkeit bieten.
Platz 3 nimmt Hanna Baiker.-Ahafonova ein, die Müttern und Kindern jene Perspektive geben wird, die sie selbst einmal gebraucht hätte: „Die Lage der Kinderbetreuung in Freising ist zum Verzweifeln. Statt ständig an neuen Notlösungen zu basteln, will ich echte Qualität für Kinder und echte Perspektiven für Mütter schaffen: Mehr Räume für Sprachentwicklung, beste IT-Bildung und damit auch berufliche Vorteile durch Elternzeit.“
Der 18-jährige Laurenz Gehler, Schüler am Dom-Gymnasium und tätig in einer Unternehmensberatung, kandidiert für die Freisinger FDP auf Listenplatz 4 als Spitzenkandidat der Jungen Liberalen. Er fordert eine schnellere, digitale Verwaltung: „Anträge wie beim Führerschein müssen in wenigen Tagen erledigt sein – transparent und unbürokratisch.“ Gehler will den Staat effizienter machen: „Digital, bürgernah, serviceorientiert – so soll Verwaltung funktionieren.“
Die Top 5 schließt Dr. Martin Alberti (50) ab. Er möchte sich intensiv für eine Haushaltskonsolidierung und bessere Rahmenbedingungen und Attraktivität für Gewerbetreibende einsetzen, um Einnahmen sicherzustellen und auszubauen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer renommierten Forschungseinrichtung liegen ihm eine engere Vernetzung von Campus Weihenstephan und der Stadt am Herzen, um den Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Bürgerschaft aktiv zu fördern.
Der Ortsvorsitzende Dr. Jens Barschdorf freute sich über die gelungene Veranstaltung: „Ich freue mich sehr, dass wir eine so tolle Liste zusammengestellt haben, aus Jung und Alt, von Schüler, über Studenten, Auszubildenden, Angestellten und Selbstständigen und Rentnern. Unsere Liste bildet die Breite der Freisinger Bevölkerung ab. So kann der Wahlkampf beginnen.“
Die Liste wurde wie folgt gewählt:
1 Jens Barschdorf; 2 Thorsten Wesselborg; 3 Hanna Baiker-Ahafonova; 4 Laurenz Gehler; 5 Martin Alberti; 6 Caroline Ommer; 7 Linus Gnädinger; 8 Matthias Mayer; 9 Janette Groeneveld; 10 Timo Ecker; 11 Thomas Filser; 12 Renate Moschner; 13 Andreas Bierbaum; 14 Christoph Frachet; 15 Renée Barschdorf; 16 Daniel Völker; 17 Christian Wallis; 18 Dorothea Sahlmüller; 19 Thorsten Mihailovic; 20 Matthias Ultsch; 21 Anette Ecker; 22 Vincent van Rhee; 23 Boris Mihailovic; 24 Barbara Morgen; 25 Peter Moschner; 26 Florian Werenbach; 27 Sigrid Wilfling; 28 Jürgen Schadt; 29 Alexander R. Taysi; 30 Angelika Bierbaum; 31 Rolf R. Fink; 32 Robert Peyr; 33 Niclas Plum; 34 Hanns-Peter Mederer; 35 Wolf-Dieter Niemann; 36 Ernst Wilfling; 37 Timor Knudsen; 38 Hans Sahlmüller; 39 Andreas Ecker; 40 Benedikt Untermarzoner;