[Freising] Bahnstrecken erweitern – Bahnverkehr stärken

Schon heute ist die Zugstrecke zwischen Freising und München mit Regionalverkehr (RE, RB und S- Bahn) sowie Güterverkehr bis zur Kapazitätsgrenze ausgelastet. Um einen dichteren, attraktiven Takt bei der S-Bahn sowie mehr Regionalzüge zu ermöglichen muss die Strecke dringend erweitert werden. Mit der zweiten Stammstrecke werden zwar ab 2028 zusätzliche Kapazitäten in München frei – ein 10- Minuten-Takt bis nach Freising ist aber nur möglich, wenn auch die Außenäste erweitert werden.
Wir Freie Demokraten im Landkreis Freising fordern deshalb, eine neue Expressstrecke vom Autobahndreieck Feldmoching entlang der A92 bis kurz vor die Ausfahrt Freising Süd zu bauen. Auf der neuen Strecke können dann der Regionalexpress sowie der Güterverkehr verkehren, auf der alten Strecke zwischen Oberschleißheim und Neufahrn bleibt ein verdichteter S-Bahn-Verkehr. So werden auch laute Güterzugfahrten durch Neufahrn, Eching, Lohhof, Ober- und Unterschleißheim auf die neue Strecke weit abseits von Wohngebieten umgelegt.
Zusätzlich schlagen wir vor, die neue Expressstrecke mit der ICE-Trasse München-Nürnberg zu verknüpfen und so einen attraktiven Fernverkehrshalt am Flughafen
München zu ermöglichen. Die neue Spange fädelt nördlich von Hebertshausen aus und trifft westlich von Unterschleißheim auf die neue Expressstrecke. Im Zuge des Erdinger Ringschlusses wird so eine direkte Fernverkehrsverbindung von Nürnberg über den Flughafen bis nach Salzburg möglich.
Im gleichen Zuge könnte der Flughafen über die neue Expressstrecke entlang der A92 auch direkt mit Fernverkehrszügen aus Augsburg, Ulm und Stuttgart erreicht werden. Mittelfristig kann der Bahnhof am Flughafen München zum funktionalen Umsteigeknoten werden und den Hauptbahnhof in München entlasten.
„Wir hoffen mit der starken Anbindung über die Schiene unnötige Inlandsflüge überflüssig zu machen und Passagiere aus Frankfurt, Nürnberg, Stuttgart oder Salzburg vom Flugzeug auf die Bahn zu bringen. Insbesondere der Landkreis Freising wird von der attraktiven Anbindung profitieren. Zum einen durch einen dichteren Takt bei der S-Bahn, durch zusätzliche Regionalzüge mit deutlich kürzeren Reisezeiten aber vor allem auch durch einen direkten Zugang zum Fernverkehr“, so Tobias Weiskopf.