Gemeinsames Statement zu den Ergebnissen der Jugendhilfeausschusssitzung

Die Mibikids machen herausragende Arbeit, die weit über die Sprachförderung hinaus geht. Denn Sprache ist eine zentrale Säule für gelungene Integration und gerade deshalb sollte der Jugendhilfeausschuss das Engagement des Vereines auch unterstützen.
Es ist zwar richtig, dass Sprachförderung keine Kernaufgabe des Landkreises ist, allerding sind in Artikel 51 der Bayerischen Landkreisordnung klar die Aufgaben des eigenen Wirkungskreises festgelegt und da wird das soziale Wohl der Einwohner genannt. Bei der Integration mit Sprachförderung bei Kindern und Jugendlichen anzusetzen, ist deshalb genau der richtige Weg, um das soziale Wohl aller auch zu erreichen.
In der Jugendhilfeausschusssitzung haben wir gesehen, wie viel teurer notwendige Maßnahmen sind, wenn die präventiven Angebote nicht ausgereicht haben. Noch dazu sind die 16.500 € für den Haushalt des Landkreises ein Klacks, für den Verein allerdings eine große Geldspritze, die die Fortsetzung der so essentiellen Arbeit garantiert.
Die Mibikids erreichen an ihren fünf Standorten Kinder und Jugendliche in 14 Gemeinden und damit gemeindeübergreifend fast im gesamten Landkreis. Sie schaffen noch dazu einen ganz anderen Zugang zu den Familien und erklären beispielsweise Kindern und Eltern das komplizierte deutsche Schulsystem. Bildung ist schließlich die beste Zukunftsinvestition. Wer aber an der Sprachhürde scheitert, wird sich nur schwer durch das System schlagen können und mit gleichen Hürden ins Berufsleben starten.
Wir finden, es braucht keine Rechtsaufsicht, sondern Courage. Der Jugendhilfeausschuss kann freiwillige Maßnahmen wie diese bewilligen und hat sein Votum in der letzten Sitzung auch klar gemacht. Wir können die Blockadehaltung von Landrat Hauner und Robert Scholz daher nicht nachvollziehen und fordern den Zuschuss einfach auszuschütten.

Tobias Weiskopf, Landratskandidat der FDP, und Herbert Bengler, Landratskandidat der SPD