[Freising] Wirtschaftsförderung auf neue Beine stellen

Freising – Die letzten Tage haben gezeigt, dass wir die Wirtschaftsförderung in Freising auf neue Beine stellen müssen. Traditionsunternehmen müssen auch wegen der Belastung durch Corona, neben anderen Faktoren, schließen. „Auch wenn wir mittlerweile stärker versuchen Wirtschaftsförderung in der Stadt zu betreiben, müssen wir den Unternehmen in der Stadt eine bessere Perspektive bieten. Die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben viele gerade kleine und mittelständische Unternehmen vor riesige Probleme gestellt.“, so Stadtrat Jens Barschdorf. „Ich setze mich deshalb dafür ein, dass wir diesen Unternehmen beim Neustart nach der Krise, von dem wir alle hoffen, dass er nächstes Jahr gelingt, unter die Arme zu greifen. Deshalb habe ich beantragt, den Gewerbesteuerhebesatz von derzeit 380 auf 360, den zweithöchsten Satz im Landkreis zu senken.“

Gerade in Krisenzeiten, so ist Barschdorf überzeugt, müsse die Stadt die Unternehmen vor Ort unterstützen und ihnen die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdient haben. „Wenn ich mir anschaue, dass die umliegenden Kreisstädte alle eine geringere Gewerbesteuerumlage (Erding hat 325, Dachau 350, Ebersberg 360, Garching 330) verlangen, dann wird es gerade jetzt Zeit, dass die Stadt den hier ansässigen Unternehmen sagt, dass wir sie hier wollen und sie auch in Krisenzeiten unterstützen. Denn nur wenn die Unternehmen hier bleiben und sich nach der Krise wieder erholen können, werden in Zukunft die Gewerbesteuereinnahmen wieder stärker steigen und nur dann können wir all die Projekte, die von allen im Stadtrat vertretenen Parteien im Wahlkampf versprochen wurden, in Zukunft angehen und umsetzen.“

Barschdorf ist dabei klar, dass eine Steuersenkung auf den ersten Blick bei der eh schon geplanten Kreditaufnahme schwierig erscheint: „Die Senkung soll deshalb zunächst befristet auf zwei Jahre erfolgen, damit sich die Unternehmen von der Krise erholen können. Denn was bringt uns eine hohe Gewerbesteuerumlage, wenn keine Unternehmen mehr da sind, die sie zahlen können?“

[Freising] Statement zu den US-Wahlen

„Die letzte Woche war nervenaufreibend und für mich mit langen Nächten verbunden, nun haben wir endlich Gewissheit: Vernunft, Respekt und Weltoffenheit kehren zurück ins Weiße Haus. Mit Joe Biden und Kamela Harris können die Vereinigten Staaten und die Europäischen Union ihre enge Partnerschaft wieder aufleben lassen. Das wichtigste wird die Rückkehr der USA als zweitgrößte CO2-Emittenten ins Pariser Klimaschutzabkommen“, sagt Tobias Weiskopf, Kreisrat und Stv. FDP-Kreisvorsitzender.

„Die Abwahl Trumps ist nur zu begrüßen! Aber wir dürfen uns nicht in einseitigen Bewertungen verlieren. Trump hat sieben Millionen zusätzliche Wähler gewonnen. Im Vergleich zu 2016 hat er nur Verlust unter weißen Männern zu verzeichnen. Das zeigt, dass Steuererleichterungen für Unternehmen am Ende bei den sozial Schwachen ankommen. Eine freie Wirtschaft ist eindeutig unsere beste Waffe im Kampf gegen Armut. Es bleibt zu hoffen, dass die USA nun ihren Kurs des Protektionismus aufgeben und zum Freihandel zurückkehren“, ergänzt Timo Ecker, Kreisvorsitzender der Freien Demokraten.

[Freising] Freisinger Mohr aus dem Landkreis-Wappen verbannen?

Weder der Kopf eines schwarzen Mannes noch der Begriff „Mohr“ lassen sich auf eine rassistische Motivation zurückführen. So hat Bernd Feiler vom Amt für Kultur und Heimatpflege bereits im Juli in der Süddeutschen Zeitung erläutert, dass sich das Wort Mohr aus einer neutrale Herkunftsbezeichnung für Menschen aus der Region des heutigen Marokko ableitet und der Kopf vom Herrschaftswappen des Freisinger Hochstifts übernommen wurde.

Der Freisinger Mohr ist ein Symbol der Würdigung und mit der bloßen Idee von Rassismus unvereinbar. Keinem Wappenträger ist und war daran gelegen, sich mit einer Darstellung zu präsentieren, die er selber verachte oder in der Öffentlichkeit geringgeschätzt werde. Deshalb hat der Mohr historisch eine wertschätzende, anerkennende Bedeutung. Erst wenn man ihn aus dem historischen Kontext herausreißt, lässt er sich überhaupt erst für rassistisches Gedankengut missbrauchen.

Der Freisinger Mohr ist also weit davon entfernt eine abwertende Darstellung eines Schwarzen zu sein und man muss entweder in Unwissenheit oder Absicht handeln, um ihn mit Gedankengut aus dem finsteren Kapitel des deutschen Kolonialismus in Verbindung zu bringen.

Symbole sind das was wir daraus machen und genauso wie die Freisinger des 13. Jahrhunderts mit dem gekrönten Mohren ihre Souveränität und Würde ausdrückten, sollten auch wir den Freisinger Mohr nicht als Schandfleck sehen, sondern als Chance begreifen ihn zu einem Symbol für Weltoffenheit zu machen. Ein durch und durch positiv besetztes Bild eines Schwarzen aus dem historischen Kontext zu reißen und aus der Öffentlichkeit verbannen zu wollen, ist nichts weiter als kulturelle Barbarei.

Rassismus ist Teil unseres Alltags und zeigt sich in vielen Formen, von Andeutungen auf Wahlplakaten bis hin zur offenen Anfeindung von Mitbürgern. Es ist unser aller Aufgabe diesem entschlossen entgegenzutreten. Die Petition den Freisinger Mohren aus dem Wappen des Landkreises zu streichen verfehlt dieses Ziel leider bei weitem.

Timo Ecker, FDP-Kreisvorsitzender

Susanne Hartmann, Kreisrätin

Leserbrief zum Artikel “Der “Freisinger Mohr” soll verschwinden” aus der Süddeutschen Zeitung

[Freising] Statement zum Gewerbesteuereinbruch im Landkreis Freising

Der Landkreis Freising wird als einer der stärksten von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen sein. Die aktuellen Daten des bayerischen Landesamts für Statistik zeigen, dass die Gewerbesteuereinnahmen im ersten Halbjahr 2020 landkreisweit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 um etwa 36 Prozent eingebrochen sind – das bedeutet Platz 7 im bayernweiten Vergleich.

Die Freien Demokraten sehen großen Handlungsbedarf bei der Bundesregierung, um die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Dazu Eva-Maria Schmidt, Bundestagskandidatin im Wahlkreis Freising: „Ich habe großen Respekt vor den Kommunen, die auch in Ausnahmesituationen wie dieser mit ruhiger Hand und klarem Kopf mutige Entscheidungen treffen. Mutige und auch unkonventielle Entscheidungen benötigen entsprechenden Gestaltungsspielraum. Aus dem Grund sind mit Blick nach vorn Entlastung durch deutlich weniger Bürokratie sowie geringere Umlagen elementar. Das ist für mich moderne Politik. Damit das Gießkannenprinzip von Finanzminister Olaf Scholz endlich der Vergangenheit angehört.“

Weiter ergänzt der FDP-Kreisvorsitzende Timo Ecker: „Diese Krise kann nur bewältigt werde wenn alle Ebenen ihren Teil beisteuern,  Hilfeleistungen der Bundesebene sind kein Ersatz für eine solide Haushaltsplanung der Kommunen, nicht nur heute sondern auch morgen. Durch diese Ausnahmesituation wird aber auch erneut klar wie wichtig der Flughafen – völlig unberührt von der Debatte um die dritte Startbahn – für den Wohlstand in Freising ist.“

[Freising] Pressestatement zur geplanten Event-Arena auf dem Gelände des Flughafen Münchens

„Wenn im Landkreis Freising mal wieder was Neues entstehen könnte, sind einige gleich dagegen – so auch bei der Event-Arena, die eventuell auf dem Gelände des Flughafens entstehen soll. Das ist verdammt schade, denn wirklich konkrete Pläne liegen noch nicht einmal vor“, erklärt der FDP-Kreisvorsitzender Timo Ecker.

Ecker weiter: „Eine Sorge der Kritiker: Die Konzertbesucher reisen mit Event-Charterfliegern an, weil die S-Bahn „meilenweit“ entfernt sei. Der tatsächliche Fußweg von der Haltestelle Besucherpark zum geplanten Standort beträgt übrigens 1500 Meter, das ist weniger als die Distanz von der Allianz Arena zur nächsten U-Bahn-Station Fröttmaning.“

FDP-Kreisrat Tobias Weiskopf ergänzt: „Eine gute ÖPNV-Anbindung ist für eine solche Eventhalle ein entscheidendes Kriterium, damit die Verkehrsbelastung für die Region nicht weiter steigt. Mit S1 und S8 sowie dem Flughafenexpress hat der Standort allerdings auch ordentlich etwas vorzuweisen, wonach man im gesamten Ballungsraum München lange suchen müsste. Letztlich könnte das Projekt sogar wichtige Investitionen in die Infrastruktur bei uns im Landkreis beschleunigen. Dazu zählt allen voran der von uns lange geforderte Fernbahnhof am Flughafen, der Passagiere vom Kurzstreckenflug auf die klimafreundliche Schiene holen würde.“

„Wir blicken daher den weiteren Details zur Event-Arena freudig entgegen. Die Konzerthalle wäre vermutlich vor allem eine Chance für Freising. Eine Chance Bands von den Scorpions bis zu AnnenMayKantereit in den Landkreis zu holen. Eine Chance große Künstler für die gesamte Bevölkerung und nicht nur kleine Teile auftreten zu lassen. Eine Chance dem Satz „in Freising ist ja nix los“ etwas entgegen zu setzen. Eine Chance, dass man für Veranstaltung nicht immer nach München fahren muss“, so die beiden FDP-Politiker weiter.